Sehr geehrter Papst! Ein Brief an Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. am 7. November 2010 bei einer Messe in der Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona. Sein Gesicht verschwindet hinter einer Wolke aus Weihrauch. Foto: dpa/ EPA/ Ciro Fusco Ansa

Dialog - Nächstes Jahr besucht der Papst voraussichtlich Deutschland. Eine Bestätigung dafür gibt es zwar noch nicht, die Bischofskonferenz spricht gewohnt reserviert von "Spekulationen". Doch der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat Benedikt XVI. schon mal vorsorglich an die Reformationsstätten eingeladen. Diskussionsbedarf mit dem katholischen Kirchenoberhaupt gibt es genug, findet auch Uta Ranke-Heinemann. Papst und Kirche tragen Verantwortung, so die streitbare Theologin - und zwar unter anderem für Aidskranke und eine fehlgeleitete Diskussion über die Präimplantations-Diagnostik (PID). Hier ein Brief der 83-jährigen Ranke-Heinemann an ihren gleichaltrigen ehemaligen Studienkollegen Joseph Ratzinger, der heute an der Spitze der katholischen Weltkirche steht.

Von Uta Ranke-Heinemann

Sehr geehrter Papst Benedikt,

am 7. August 2004 sah ich im BBC-World-Fersehen eine junge Afrikanerin verzweifelt weinen. Sie hatte gerade erfahren, dass sie sich bei ihrem AIDS-kranken Mann infiziert hatte. Der Reporter fragt erschrocken, warum sie denn kein Kondom benutzt habe? "Ich habe solche Angst vor dem ewigen Höllenfeuer, vor dem unser Pfarrer uns gewarnt hat."

Der BBC-Reporter fragte daraufhin den afrikanischen Pfarrer, ob es stimme, dass er die Ehefrauen HIV-infizierter Männer vor der Hölle gewarnt habe, wenn sie ein Kondom benutzen. Der Pfarrer sagte: "Ja, auch bei Ansteckung und Todesgefahr sind Kondome nicht erlaubt. Ehefrauen, die sich bei ihrem AIDS-kranken Ehemann angesteckt haben, das sind die Märtyrerinnen für den Glauben unseres Jahrtausends."

Ohne Erektion kein Segen

Angesichts dieser Tragödie klage ich Sie an, Papst Benedikt, wegen tödlicher Irreführung der Menschheit. Ich klage Sie an, die Schuld für Krankheit und Tod vieler Menschen zu tragen, weil sie unsinnigerweise unerbittlich behaupten, dass Kondome in das ewige Höllenfeuer führen. Ich verlange von Ihnen, allen betroffenen Frauen weltweit die medizinische Versorgung zu finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadenersatz zu leisten.

Die Pädophilieskandale haben Ihre Kirche vor allem in den USA viel Geld gekostet. Im "Wir sind Papst"-Deutschland sind die Zahlungen allerdings kläglich. Ich sehe nicht ein, wieso Frauen, die sich mit HIV infizieren und daran sterben, nicht ebenfalls finanzielle Folgen für Sie haben sollten.

Ein italienischer Bischof hat 2008 einem Brautpaar die kirchliche Trauung verweigert, weil der Bräutigam nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und auf Dauer impotent ist. Es geht dabei nicht darum, dass der Mann nicht mehr fähig ist zu zeugen, sondern dass er beischlafunfähig ist. Das heißt, dass der Mann nicht in der Lage ist, seinen Samen auf die von Ihrer Kirche vorgeschriebene Art und Weise auf den Weg zu bringen, weil er keine Erektion mehr bekommen kann.

Katholische Priester verstehen zu wenig griechisch

Querschnittsgelähmte und ihre Partnerinnen werden von Ihnen lebenslänglich (Canon 1084 CIC 1983) zwangs-entsexualisiert, da jegliche Intimität nur in der Ehe erlaubt ist, andernfalls Todsünde bedeutet. Es ist unerträglich, dass Sie in Ihrem Kirchenrecht bestimmen, ab welchem Grad der Lähmung eine Frau einen Mann nicht mehr lieben darf, ab welchem Grad der Verletzung ein Mann sein Leben einsam zu Ende zu leben gezwungen wird.

Sie, Papst Benedikt, in ihrem Wahn von einem frauenlosen Männer-Biotop nehmen jede Gelegenheit wahr, die Ehe, wenn nicht zu verunmöglichen, dann wenigstens zu asketisieren, zu eunuchisieren, zu vermönchen und zu zölibatisieren.

Nach der Hochzeit des Mönches Martin Luther mit der Nonne Katharina von Bora wurde 1592 von Ihrem Vorgänger, Papst Clemens VIII., der griechische Urtext des Apostels Paulus in der lateinischen Ausgabe verfälscht. Paulus sagte im 1. Korintherbrief 9, 5: "Habe ich nicht das Recht, eine Ehefrau auf den Reisen mitzunehmen wie die übrigen Apostel und Petrus". Aus den Ehefrauen der Apostel werden dienende Schwestern, also Haushälterinnen. Und Ihr Vorgänger, Papst Johannes Paul II., erhob die Apostel sogar zu "Predigern und Lehrern des Zölibats". Da die meisten katholischen Priester zu wenig Griechisch verstehen, stoßen sie nie auf ihr vom Apostel Paulus verbrieftes Recht zu heiraten.

PID-Diskussion wegen päpstlich-marianischer Biologie

Paul Zacchias, Leibarzt des Papstes Innozenz X., vertrat 1661 die Auffassung, die vernunftbegabte Seele werde im Augenblick der Empfängnis eingegossen. Wäre es anders, würde das Fest "Mariä Empfängnis" eine vernunft- und seelenlose Zelle feiern. Das sei jedoch der allerseligsten Jungfrau "unangemessen". Diesen Gedanken griff 1854 Pius IX. auf, als er die "unbefleckte Empfängnis Mariens" zum Dogma erhob. Dabei ging es um den Tag, als Maria von ihrer Mutter Anna empfangen wurde. Und nicht darum, dass  Maria Jesus vom Heiligen Geist empfangen hat, wie 99 Prozent der Deutschen glauben.

"Unbefleckt" heißt in dem Zusammenhang: "Unbefleckt von Erbsünde". Pius IX. änderte wegen der Jungfrau Maria 1869 das Kirchenrecht. Bis 1869 unterschied das Kirchenrecht in Anlehnung an Aristoteles zwischen dem beseelten und unbeseelten Fötus. Der männliche Fötus erhält die Seele nach 40 Tagen, der weibliche Fötus nach 80 Tagen, vorher gilt er als "Körperteil der Mutter" (pars viscerum). Erst die Abtreibung eines beseelten Fötus war von Exkommunikation bedroht. Da man das Geschlecht noch nicht erkennen konnte, galt eine Frist von 80 Tagen.

Weil einem päpstlichen Leibarzt vor 350 Jahren ein vernunftloses Stadium Marias im Mutterleib ihrer Mutter Anna unvorstellbar erschien, haben wir heute die PID-Diskussion und gilt ein sekundenalter Embryo als Person, als Individuum, d.h. Unteilbares, obgleich danach noch Zellteilung stattfinden kann. Aber von dieser päpstlich-marianischen Biologie weiß Frau Merkel vermutlich gar nichts. Und so wird unsere politische Diskussion um die Gentechnik durch pseudoreligiöse Ideologien der Päpste behindert.


Uta Ranke-Heinemann war die erste Frau der Welt, die eine Professur für katholische Theologie erhielt (1970), und die erste Frau der Welt, die sie wieder verlor (1987), weil sie an der Jungfrauengeburt zweifelte. Ihre bekanntesten Bücher sind "Eunuchen für das Himmelreich" (aktuellste Auflage 2008) und "Nein und Amen: Mein Abschied vom traditionellen Christentum" (aktuellste Auflage 2009). In letzterem setzte sie ihrem Lehrer Rudolf Bultmann ein dankbares Denkmal.

Kommentare

Ranke-Heinemann

es ist schon bemerkenswert wie intensiv gerade diese Diskussion geführt wird.  

Frau Prof. a.D. muss hier in ein riesiges Wespennest gestochen haben.

Ich selbst habe mich schon vor langer Zeit vom "traditionellen" Christentum entfernt. Nun hat mich aber die Aufgeregtheit - auch bei Frau R-H - interessiert. Ich folgte dem link bei Wikipedia zum "BDM-Keller" im Hause Heinemann und muss sagen, dass es lohnend ist, sich mit der Person R-H zu beschäftigen.

Bultmann's Entmythologisierung und seine "Existentiale Interpretation" spricht auch viele Agnostker an.

Viele alte Mythen wie Trinität, Jungfräuliche Geburt etc.etc. sollten aber gar nicht soviel Aufregung verursachen, wenn man daran denkt, dass mindestens die Hälfte der christlichen Vorstellungen -wie auch die beiden eben genannten - von altägyptischen  Mythen hergeleitet sind. So auch das Datum von "Christi Geburt" , das von der Geburt des "unbesiegten" Sonnengottes zur Wintersonnenwende kommt.

Es ist deshalb völlig verzerrt, immer nur vom Judentum als Wurzel des Christentums zu sprechen.

Ich finde es schön und interessant, dass diese langen und verschlungenen Wege der Kulturgeschichte auf diese Art präsent geblieben sind. Dass diese keine dogmatischen Glaubensinhalte sein können, versteht sich von selbst.

Im Protestantismus sind allzu viele dieser Wurzeln gekappt. Im Katholizismus muss man nur etwas an der Oberfäche kratzen und die Kulturgeschichte bis zurück zur Steinzeit (etwa Ostern) öffnet sich.

 

Viele alte Mythen wie Tinität

Du schreibst: Viele alte Mythen wie Trinität

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Du glaubst nicht an Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist? Welcher Religion gehörst Du an? http://youtu.be/nnr7Ihqunpg

 

Es ist deshalb völlig

Du schreibst: Es ist deshalb völlig verzerrt, immer nur vom Judentum als Wurzel des Christentums zu sprechen.

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Treppenwitz

Es ist so: Bis zum Auftauchen r-katholischer Kampfposter kam der Papst hier gar nicht so schlecht weg. Jetzt da sich sein Haufen genötigt sah sich zu äußern, wie er es tat und es hier nachzulesen ist, wird B16 wieder einmal deshavouiert und ad absurdum geführt. Es ist wirklich schade, dass der Papst so wenig in seiner eigenen Kirche gelesen und antizipiert wird.

Treppenwitz

Nu - nicht jeder hier scheint einer christlichen Klapse entsprungen zu sein.

Rep Kaplowitsch ist gestorben. "Gehst du zu seinem Begräbnis ?"
"Nein, wieso denn! Wird er etwa zu meinem Begräbnis kommen ?
Warum also soll ich zu seinem Begräbnis gehen ?"

 

Grüße vom "Haufen"

Wissen Sie - offensichtlich sind Evangelen und andere Zeitgeistreiter der Ansicht, das Monopol darauf zu besitzen, sich in aller Deutlichkeit äußern zu dürfen und als Katholik habe man zu allem möglichen Unsinn nur milde zu Lächeln. Da Sie allein schon die Unverschämtheit besitzen, diejenigen, welche sich hier die üblichen protestantischen Frechheiten, welche diese euphemistische mit "Ökumene" bezeichnen, verbitten, als "Haufen" bezeichnen, sind Sie sicherlich die aller Letzte, welche sich hier über den Ton der anderen Seite aufzuregen hat, vor Allem nach einem Artikel wie diesem, richtig?

Während meines Studiums habe ich durchaus evangelische Gottesdiente besucht und nach der dritten antikatholischen Predigt nie wieder ein solches Gebäude betreten und werde es auch nie wieder tun. Im Gegenzug habe ich in einer Katholischen Kirche noch keine einzige Predigt gehört, welche kritisch gegenüber den Protestanten war. Aber das sind wohl die üblichen verschiedenen Maßstäbe im Verhalten, welche von Ihnen offensichtlich auch hier implizit vorausgesetzt werden.

Wenn Sie die bösen Katholiken, welche sich hier doch tatsächlich erdreisten, den Papst in Schutz zu nehmen, als "Kampfposter" bezeichnen, - welchen Titel haben Sie dann bitte für die Verfasserin des obigen Artikels auf Lager oder gegenüber den Verantwortlichen, der dieser Dame hier ein Forum bietet?

Antwort

Wissen Sie - offensichtlich sind Evangelen und andere Zeitgeistreiter der Ansicht, das Monopol darauf zu besitzen, sich in aller Deutlichkeit äußern zu dürfen und als Katholik habe man zu allem möglichen Unsinn nur milde zu Lächeln.

Dieser Ansicht bin ich nicht. Nur waren die Statements -Ihre selbstverständlich eingeschlossen- die hier zu lesen waren, meiner Meinung nach wenig katholisch. Und ja: als im Eichsfeld geborene und aufgewachsene Protestantin, als Teilnehmerin am ökumenischen Kirchenkaffee unserer und der r-katholischen Nachbargemeinde hier in Stuttgart, als jährliche Teilnehmerin an der Hl. Elisabeth-Wallfahrt in Thüringen weiß ich, dass Katholiken sehr intellektuell, sehr religös und sehr feingeistig "ihren" Papst zu "verteidigen" wissen-was aber kein Katholik müsste meiner Meinug nach-. Wie geschrieben: Den Postern hier-auch hier sind Sie selbstverständlich mit eingeschlossen-gelingt das leider nicht.

Stellt man wenig zielführendes und vom Papstwort losgelöstes wenig zielführendes und vom Papstwort losgelöstes gegenüber, kommt nicht Sinn heraus. Das ist anders als in der Mathematik, wo Minus und Minus Plus ergibt-und bei dieser Gelegenheit: Sie sollten nach unten scrollen, schließlich schrieb ich Frau Ranke-Heinemann eine alles andere als unkritische Antwort auf ihren Brief-

Da Sie allein schon die Unverschämtheit besitzen, diejenigen, welche sich hier die üblichen protestantischen Frechheiten, welche diese euphemistische mit "Ökumene" bezeichnen, verbitten, als "Haufen" bezeichnen, sind Sie sicherlich die aller Letzte, welche sich hier über den Ton der anderen Seite aufzuregen hat, vor Allem nach einem Artikel wie diesem, richtig?

Es hätte ausgereicht mir mitzuteilen, dass Sie sich durch von mir als Mensch, nicht aber als "Evangelische", benutzten Begriff "Haufen" zurückgesetzt fühlen, um von mir eine aufrichtig gemeinte Entschuldigung zu bekommen.

Was meinen Sie mit "protestantischen Frechheiten"? Frau Ranke-Heinemann ist Katholikin, evangelisch.de ein Portal, bei denen auch katholische Würdenträger zum O-Ton kommen.

Während meines Studiums habe ich durchaus evangelische Gottesdiente besucht und nach der dritten antikatholischen Predigt nie wieder ein solches Gebäude betreten und werde es auch nie wieder tun. Im Gegenzug habe ich in einer Katholischen Kirche noch keine einzige Predigt gehört, welche kritisch gegenüber den Protestanten war. Aber das sind wohl die üblichen verschiedenen Maßstäbe im Verhalten, welche von Ihnen offensichtlich auch hier implizit vorausgesetzt werden.

Nein. Das ist eher eine subjektive Wahrnehmung Ihrerseits. Sie verallgemeinern Ihre persönliche Erfahrung, die Ihnen keiner streitig machen will und darf. Das ist aber unzulässig-als Studierter müssten Sie wissen, dass es einer breiteren Betrachtung bedarf, um zu einem sachgerechten Urteil zu kommen. Meine Erfahrungen sind hier z.B. ganz anders: Ich kenne weder katholische noch evangelische Pfarrer, die nicht in jeder Messe/ jedem Gottedienst eine Fürbitte hätten, mit dem Inhalt die Christenheit möge doch wieder in einer Kirche zusammenfinden-und das ganz neutral, also auch offen unter welchem Dach.

Sehen Sie: als der Papst sich zu den deutschen Protestanten äußerte mit dem Hinweis, dass die EKD ja gar keine richtige Kirche sei, war die Aufregung groß. Dabei ist bei einem kurzen Blick in das r-katholische Kirchenrecht auch dem Unbedarftesten klar, dass wir natürlich keine Kirche in diesem Sinne sind. Er negierte aber nicht, dass wir Christen sind. Das war wichtig. Versteift man sich aber auf die Diskussion des ersten Punktes, so erschließt sich das Wichtige einem nicht. So ist das häufig. Und ich fühle mich frei, auch das bei Ihnen zu kritisieren. Das mag Ihnen neu sein oder auch ungewohnt vorkommen, dass jemand Christ ist und dennoch sich die Freiheit nimmt Sie zu kitisieren, aber daran sollten Sie sich lieber schnell als langsam gewöhnen. Keinesfalls sollten Sie aber deshalb bite beleidigt sein.

Wenn Sie die bösen Katholiken,

Ich käme nie auf die Idee Katholiken als "böse" zu bezeichnen. Mir das zu unterstellen, ich würde Katholiken derart klassifizieren ist eine Erfindung, und ganz nebenbei eine Unverschämtheit, Ihrerseits. Auch äußerte ich mich nicht zu DEN Katholiken, sondern explizit zu denen, die hier posteten. Da ist ein Unterschied also schon allein bei der angesprochenen Klientel, auch wenn Sie das zu erkennen nicht bereit oder nicht in der Lage sind.

welche sich hier doch tatsächlich erdreisten, den Papst in Schutz zu nehmen,

Auch hier erfinden Sie mehr, als sich hermeneutisch aus meinen Post erschließen ließe.
1. Ist das eine Meinungsplattform und selbstverständlich kann sich jemand pro-Papst bzw. anti-Ranke Heinemann und jeweils umgekehrt äußern.
2. Kam ich nach Lesen der Posts nicht zu dem Schluss, dass hier der Papst verteidigt werden würde, vielmehr wird er-wie ich schrieb-deshavouiert und ad absurdum geführt wird. Vor allem deshalb, weil die Inhalte der von mir angesprochenen Posts in überwiegender Zahl gegen das geschriebene und gesprochene Papstwort steht. Aber auch das betonte ich: Mir scheint, dass die sich hier äußernden Katholiken den herausragenden Theologen und Intellektuellen B16 nicht antizipieren, ja nicht einmal lesen.

als "Kampfposter" bezeichnen

"Kampfposter deshalb, weil nicht nur teilweise Anstand gegenüber einer anderen Meinung vermisst werden lässt, nein auch vor einem Menschen-lesen Sie dazu bitte: Verfasst von zaangalewa am 25. November 2010 - 13:56. und Verfasst von Uta Ranke-Heinemann am 25. November 2010 - 15:52.

welchen Titel haben Sie dann bitte für die Verfasserin des obigen Artikels auf Lager
Frau Professor Doktor-wenngleich das nicht heißt, dass ich sie unkritisch sähe (wie geschrieben: scrollen Sie nach unten und lesen Sie meine Antworten an Ihren Brief und Ihren Kommentar).

oder gegenüber den Verantwortlichen, der dieser Dame hier ein Forum bietet?

Vertreter einer pluralistischen Meinungsvielfalt und Vertreter des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Ich bin auch nicht glücklich über die Veröffentlichiung dieses Briefes, aber bin zu jeder Zeit bereit es a)zu ertragen und b)mich kritisch, dennoch sachlich, damit auseinanderzusetzen.

Ich sehe gerade, Sie waren fleißig:
Verfasst von Michael V am 28. November 2010 - 22:28.

Sie haben 1. den Papst nicht verstanden und 2. nicht begriffen, dass er absolut nichts Neues sagte: Innerhalb der Sünde (Bordell, Außerehel. Geschlechtsverkehr usw.) kann dabei die Verwendung eines Kondoms diese abmildern. Wenn Sie eine Bank überfallen und dabei eine ungeladene Waffe benutzen, dann ist dies auch besser, als eine geladene Waffe zu verwenden.

Selbst auf die Gefahr hin, dass es Ihnen wieder schwer fallen wird, eine andere Meinung zu ertragen bzw. sachlich zu replizieren, so möchte ich Ihnen meine dagegenhalten:

Der Papst stellt fest, dass der verantwortungsvolle Umgang mit der Sexualität absolut und unenigeschränkt Gottes Wille ist und folglich zu gelten hat. Ich kann hier keine Differenz zu meiner persönlichen Auffassung bzw. zu mir als "Evangelische" erkennen. Um die Benutzung des Kondoms geht es dem Papst nachrangig. Auch mir geht es nachrangig darum.
-und ja: ich habe sowohl im Observatore Romano als auch in seinem Buch, welches mir, wenngleich noch nicht veröffentlicht, vorliegt, nachgelesen--Sie auch?.

Vielleicht beziehen Sie sich mit Ihremn Urteil auch hierauf: http://www.evangelisch.de/themen/religion/pr%C3%A4ses-schneider-%C3%BCber-papst-%C3%B6kumene-und-afghanistan27563, also:

PraesesSchneider: Die Aussage des Papstes hört sich wie nur eine kleine oder nur unbedeutende Öffnung an, aber sie ist in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzen: Wenn der Papst eine solche Öffnung für möglich hält, dann nimmt er in einer fundamentalen Fragen eine Veränderung der katholischen Position vor. Was daraus an weiteren Diskussionen sich ergibt, ist noch nicht absehbar. Allerdings ist die evangelische Position deutlich anders: Sexualität gehört zu den guten Gaben Gottes und der Gebrauch
von Kondomen gehört zu einer verantwortlich gelebten Sexualität!

Ich sehe das different zu Präses Schneider: Ich meine auch dem Papst geht es genau darum: verantwortlich gelebte Sexualität. Diese Interpretationsfreiheit und die Nutzung meines Verstandes nehme ich mir. Das mag Sie verwirren, solte Sie in Zukunft aber bitte eher zum Nachfragen animieren, als zum Urteilen über meine Position und meine Gedanken, die nicht gepostet da stehen. Aber um das gleich abzukürzen: vorehelicher Beischlaf, die Nutzung technischer Verhütungsmittel und in jedem Falle Fremdgehen sind auch in weiten Teilen der evangelisch-lutherischen Kirche ohne Ansehen bzw. werden als Sünde begriffen.

Dass heißt jedoch eben NICHT, dass Sie mit ungeladenen Waffen Banken überfallen sollten! Die Meinung des Papstes ist mindestens ein Lichtjahr von den protestantischen Überzeugungen entfernt - und das ist gut so.

Wie geschrieben: Schade, dass Sie so indifferent agieren, und noch mehr schade, dass Sie mit keiner Silbe auf das sonstig geschriebene eingehen. Gedanklich können Sie sich vielleicht nähern, in dem Sie zum einen das Recht (Pflicht sagt, denke und hoffe ich, niemand mehr) auf ehelichen Beischlaf in Bezug auf eine andere, keinesfalls freiwillig anzusehende, iatrogene Infektionsmöglichkeit mit dem HI-Virus setzen.

Im übrigen bleibt es dabei: Bitte bemühen Sie sich die Dimension hinter den Papstworten zu erkennen- Es geht um ein Ausleben verantwortungsvollen Umgangs mit der Sexualität bzw. nach Verlorengehen, um einen wirkungsmächtigen Wiedereinstieg in selbiges. Insofern Ihr "Banküberfall-Beispiel" zu kurz bzw. in die falsche Phase eingreift. Wenn schon dieses Beispiel, dann bitte die Beschreibung der Phase Resozialisierung des Banküberfallenden.

Also - LESEN wäre wirklich mal eine gute Idee - tun Sie es mal!

Richtig: Lesen ist immer gut und immer bereichernd. Insofern ist das ein guter Ratschlag von Ihnen: Danke.

Es ist so, die römisch

Es ist so, die römisch katholische Kirche ist die Kirche von Christus, sie wird nicht untergehen. Derzeit leitet sie Papst Benedikt XVI. er ist ein sehr guter Papst! Die Protestanten sollten so schnell wie möglich wieder zum Stamm zurückkehren, das ist das größte Geschenk das sie erhalten können, für jeden einzelnen!!
Was Christus zum Zeitpunkt des Gerichtes mit mehr oder weniger professionellen Kaputtmachern dieser seiner Kirche tut, das weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ER alle Macht hat, es geht nichts mehr darüber, sie ist so extrem groß dass sie für uns Menschen gewöhnlich unvorstellbar ist. Jeder von uns hat nur ein Leben, man sollte es ja nicht verlieren!!

Hm

Wie kommen Sie bitte auf die Idee, dass jemand mit jemanden wie Ihnen eine Ökumene möchte?

Hm - die andere Seite

Ich weiß nicht, ob nur ich das als hart empfinde - aber Jungs und Mädels aller befreundeten und verfeindeten Konfessionen und Bekenntnisse in der eigentlich nur einen Kirche des einzigen und dreieinen Gottes - niemand hat jemals behauptet, dass das gelebte Christentum eine leichte Sache ist.

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Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

http://youtu.be/YaqQnhBtxaI

Stoppt Ökumene!

Dieser Beitrag könnte nicht anschaulicher zeigen, warum Ökumene unsinnig ist.

Ökumene

es ist so wie Sie sagen. Der Papst selbst gibt immer wieder zu erkennen, dass Ökumene die Verbindung von lateinischer und Orthodoxen Kirchen zum Ziel hat. Der Protestantismus entfernt sich nach seinen Worten selbst von der gemeinsamen Basis.

Frau Ranke-Heinemann kennt Ratzinger ja aus gemeinsamen Studienzeiten. Ihr Brief wird dennoch nie beantwortet werden.

Sie liebt Konflikte. Auch mit Ihrem (verstorbenen) Neffen Johannes Rau, gegen den sie als PDS Kandidatin (sic!) bei der Bundespräsidentenwahl antrat. Warum bloss ???

 

Michael V

Lieber Herr Nühm,

wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, außerhalb der Bildzeitung auch andere Veröffentlichungen zu berücksichtigen, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass die Täterdichte unter katholischen Geistlichen und Ordenschristen 26-Mal geringer ist als im gesellschaftlichen Durchschnitt, einschließlich der "rechtgläubigen" Protestanten.

Aber 1. wird jeder katholische Fall hundertmal stärker in der Presse behandelt und 2. kann ein durch protestantische Pfarrer missbrauchtes Kind wenigstens sagen, dass es kein katholische Priester, sondern ein zeitgeistkonformer und damit per se guter lieber und "rechtgläubiger" Gutmensch war.

Das ist im übrigen das Selbe wie mit den Pfarrern und Priestern im dritten Reich: Mehr als zehn Mal so viele katholische Priester wie evangelische Pfarrer machten den Mund auf und wanderten ins KZ (ca. 4000) und heute zerfetzen sich gerade die Protestanten den Mund über die katholischen Priester, weil diese sich noch stärker hätten einbringen sollen. In Punkto Galileo oder Hexenverbrennungen habt ihr damals in Wirklichkeit die katholische Kirche noch weit rechts überholt und haltet es dieser heute vor. Stichworte „Glashaus“, „Steine“ oder besser „Splitter“, „Balken“, ihr Heuchler!

Kirchengeschichte: Hä?

Von Kirchengeschichte wohl nicht sehr viel Ahnung. Man will halt nur das wahrnehmen, was man wahrnehmen will.

Interesse an Quellen?

Falls Sie Ihre Ahnungslosigkeit durch Quellenstudium zu Bekämpfen wünschen, dann würde ich Ihnen gerne mit Quellen dienen. Falls Sie jedoch nur das "wahrnehmen wollen, was Sie auch wahr haben wollen", dann spare ich mir das auch gerne.

Übrigens: Dass es bei den Protestanten in der Regel nur geringe kirchengeschichtliche Kenntnis gibt, ist ja nicht gerade verwunderlich, dass jedoch schon DIESE Fakten unbekannt sind, ist bedenklich und erklärt wohl so Einiges...

Ja

Dann mal los: Her mit den Quellen!

Gibt es eigentlich nichts

Gibt es eigentlich nichts interessantes über die evangelische Kirche zu berichten?

Ein hervorragendes Dokument

Sehr geehrte Frau Professor Ranke-Heinemann,

eine klare und schonungslose Stellungnahme zu aktuellen Problemen unserer Zeit. Und eine Abrechnung mit einer Kirche, die von Skandalen und Affairen geschüttelt mittlerweile bis auf die Knochen verrottet ist.
Jeder Anhänger der wahren Lehren Christi kann sich nur mit Grausen und Abscheu von dieser Kirche und ihren korrupten und bis ins Mark verdorbenen Potentaten abwenden.

Solche Wahrheiten tun weh, darum ist es kein Wunder, dass die Berufs- und Bekenntnis-Katholiken bzw. -Protestanten aufheulen, wie getroffene Hunde. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Sie einen wunden Punkt getroffen haben. Lassen Sie, Frau Prof. Ranke-Heinemann, sich bitte von diesen Pharisäern nicht aus der Ruhe bringen. Und lassen Sie nicht nach in Ihrem Streben nach Wahrheit und Gerechtigkeit.

Danke für Ihre offenen Worte.

Einfach nur betroffen

Die ev. Kirche kann einem leid tun. Jedes aufrichtigen Christenmenschen Mitgefühl muss ihr sicher sein, so wie Christus für jedes verirrte Schaf Beistand nicht nur lebte, sondern auch in seiner Nachfolge forderte.

Die ev. Kirche ist in einem doppelten Sinne "arm": 1. weil Sie anscheinend nichts besser kann, als sich selbst theologisch abzuschaffen - dies ist ja bereits ein Jahrzehnte andauernder, mit Verve aktiv verfolgter Prozess - und 2. weil sie, um dies voranzutreiben, auf abgehalfterte Damen zurück greifen muss, die selbst dringend seelsorgerische und womöglich ärztliche Hilfe benötigen. Ich bin katholisch - und ein Gegner der Verlust-Ökumene, die ja - wer ehrlich ist, kann es nicht anders sehen - nichts anderes brachte, als eine Zerstörung des Katholischen im originären Sinne, die Aufgabe des über Jahrhunderte Gewachsenen.

Eigentlich müsste der Protestantismus dies als seinen größten Triumpf betrachten. Dennoch gibt er sich damit nicht zufrieden, sondern marodiert - geradezu munter - weiter drauflos.

Traditionelle Kreise des Katholischen (das sind nicht nur die Piusbrüder!) können mit Zuversicht auf die Zukunft des Protestantismus schauen: Er hat den Rubikon überschritten. Cäsars Geschick fehlt ihm freilich.

Logik

1. Der Papst schreibt Treue vor.

2. Der Papst verbietet Kondome.

Wer sich an 1 UND 2 hält, bekommt kein HIV.

Frau Ranke-Heinemann schwebt nun jemand vor, welcher sich an 2 hält und nicht an 1 (warum auch immer). Sollte das wirklich die Meinung der sog. "evangelischen Kirche" sein, braucht man sich über komplexere Fragen gar nicht mehr zu unterhalten, das logische Reflexionsvermögen ist schlicht nicht vorhanden.

Der ganze Ökomene-Unsinn ist ohnehin Zeitverschwendung. Wir sollten uns auf die eine katholische Kirche konzentrieren und alle Menschen zu dieser einen Kirche Christi einladen und wer nicht will, soll von mir aus Bäume anbeten oder seinen Glauben zu einem wohlfeilen Ausleger der opportunen Linkskorrektheit machen – mit möglichst viel Applaus durch Presse, Gewerkschaften & co.

Schade

Schade, dass Sie so weinig lesen und so wenig dem Papst zuhören, wenn er etwas äußert.

Der Papst sagte sinngemäß: Dort wo das Kondom zu einem Wiedereinstieg in den verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität genutzt wird, kann, ja sollte, es auch genutzt werden.

Diese Aussagen sind ungefähr 1mm von der evangelisch-lutherischen Haltung entfernt.

Dazu noch eine Anmerkung: Sie können sich an 1 halten wie Sie wollen, wenn Sie aber von einem HIV-Infizierten vergewaltigt werden, wovor Sie Gott bewahre, oder Sie aber eine HIV-infizierte Transfusion erhalten, wovor Sie Gott ebenfalls schütze, dann hilft Ihnen 1 gar nichts, was AIDS-Prävention angeht. Und genau darum geht es dem Papst: um den verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität, gefordert von einem Mann, der die strikte Trennung von Eros und Agape negiert wie kein zweiter vor ihm im Amt.

Aber gut, dass können Sie als der tragende Baumeister der neuen RKK nicht wissen, woher auch, war ja nur nachzulesen!? Folglich "Ihre Einladung" zur Ökumene nicht nur recht ungelenk sondern auch reichlich unchristlich bzw. nicht Jesus-mäßig daher kommt. Zum Glück ist Ihr Papst da von einem anderem Kaliber.

Falsch

Sie haben 1. den Papst nicht verstanden und 2. nicht begriffen, dass er absolut nichts Neues sagte: Innerhalb der Sünde (Bordell, Außerehel. Geschlechtsverkehr usw.) kann dabei die Verwendung eines Kondoms diese abmildern. Wenn Sie eine Bank überfallen und dabei eine ungeladene Waffe benutzen, dann ist dies auch besser, als eine geladene Waffe zu verwenden.

Dass heißt jedoch eben NICHT, dass Sie mit ungeladenen Waffen Banken überfallen sollten! Die Meinung des Papstes ist mindestens ein Lichtjahr von den protestantischen Überzeugungen entfernt - und das ist gut so.

Also - LESEN wäre wirklich mal eine gute Idee - tun Sie es mal!

Ranke-Heinemann

Haben Sie die Veröffentlichung solch unqualifizierter Äußerungen nötig?
Ich kenne niemanden, der alles Katholische so hasst wie Frau Ranke-Heinemann.
Ranke? Nein, danke!
L.H.

Traductore, Traditore

Nun ist mir eigentlich kein katholischer Priester bekannt, der das Altgriechische nicht beherrscht. Angesichts dieses Textes habe ich im übrigen eher Zweifel, ob wohl die verehrte Frau Professorin a.D. des Griechischen mächtig ist. In der grichischen Originalversion von Korinther 9,5 ist ja nur die Rede von der "adelphen gynaika" und da man an dieser Stelle wohl davon auszugehen hat, daß "adelphe" geistlich zu verstehen ist, das Wort also mit "gläubig" zu übersetzen ist, heißt das dann "gläubige Frau" und nicht etwa Ehefrau. Die klementinische Vulgata übersetzt im übrigen wörtlich und nicht sinngemäß mit "sororem mulierem", während die mutigeren (protestantischen) Übersetzer der meisten amerikanischen Bibeln, zum Beispiel der höchst renommierten NIV mit "believing woman" übersetzen. Luther übersetzt hingegen - wie wohl auch Frau Professorin a.D. - mit "eine Schwester zum Weibe", was man von einem Zölibatsverächter ja auch nicht anders erwarten kann, was aber dem Wortlaut des griechischen NT eben nicht entspricht. Wie sagt der Italiener? Traductore, Traditore, der Übersetzer ist ein Betrüger. Hier ist es nun eine Übersetzerin.

übersetzen können

das Können des Übersetzers erkennt man am Besten daran, ob er / sie den Geist des Textes ( einschließlich des kulturellen und historischen Kontextes ) erfasst hat - oder nur an den Buchstaben klebt , wie " eine Schwester zum Weibe".

Es ist ein Vorteil der amerikanischen Übersetzungen von altsprachlichen Texten, das man im Englischen nicht an Buchstaben kleben kann. Es kommt meist kein Sinn zustande. Luther konnte kein Englisch, Frau Prof. a.D. wohl auch nicht. Die "Schwester zum Weibe" spricht jedenfalls Bände.

sehr ökumenisch

tja, wenn das der Standpunkt der evangelischen Kirche ist, dann vergessen wir die Ökumene mal besser. Vielleicht sollte sich die evangelische Kirche mal überlegen, was sie da abdruckt, falls ihr die Ökumene überhaupt ein Anliegen ist.

Was soll das???

Kann es sein, dass die katholische Kirche noch die einzige Kirche ist, die Ökumene ernst nimmt und für ein Anliegen hält, dass es glaubwürdig zu beackern gilt? Nie hätte auf katholisch.de so ein Brief mit Kritik an der EKD unkommentiert und unter Anschein, ein Beitrag zum "Dialog" sein zu wollen, gestanden. Ich empfinde diesen Brief als beleidigend und unverschämt, dass er hier so unkommentiert veröffentlich wird kann ich nicht verstehen... So geht man doch nicht mit Geschwistern im Glauben um.

Komentar Frau Ranke-Heinemann

Danke liebe Frau Ranke-Heinemann ,mit dieser/ihrer Einstellung machen sie es den Gegnern der Ökumene wieder leichter.Mittlerweile geben sie gern ihren Senf nicht nur mehr im Promi-Dinner zum Besten,das sie dabei viele Gläubige Katholiken auf die Füße treten scheint ihnen völlig wurscht zu sein.Paulus brachte uns bei, uns etwas zurück zu nehmen.Wie wäre es damit,liebe Frau Ranke-Heinemann .

Peinlich

Einfach nur peinlich der Artikel, da bin ich froh, katholisch zu sein!

Einfach nur noch

Einfach nur noch peinlich!

Weitere Kommentare unterdrück' ich mir ...

Ich schäme mich...

Ich schäme mich für so einen Beitrag evangelisch zu sein.
Ein tiefer Hass muss in Ihnen sein. Mein christliches Verständnis auch Glaubensbrüdern/schwestern anderer Konfessionen gegenüber, sieht gänzlich anders aus.
Aber nein, nicht ich muss mich schämen, Sie sollten es tun und sich entschuldigen!

Mit Gruß
Martin

Aber nicht doch - wofür schämen?

Du liebe Güte - wenn ich mich für alles schämen würde was irgendwo in der katholischen Kirche los ist, da käme ich ja gar nicht mehr zum Entschämen. Ne ne - bloß nicht schämen wegen des eigenen Glaubens oder der Taten anderer Menschen. Meine Frau ist evangelisch - ich bin katholisch. Wir verstehen uns blendend und keiner von uns hatte jemals das Gefühl den anderen "katholisch" oder "evangelisch" machen zu müssen - vermutlich weil wir schlicht und ergreifend beides sind (zumindest solange uns keiner irgendwoanders hindefiniert) . Mein Fau würde jetzt vermutlich sagen: "Was soll's - Wir sind doch sowieso alles dieselbe Mischpoke"

http://youtu.be/-BfFzzVClww

Brief von Frau Heinemann

Die Veröffentlichung dieses Briefes auf Ihrer Seite ist ein liebenswerter Beitrag zur Ökumene. Aber wer den Protestantismus kennt, weiß, dass dies sein typischer Stil ist.

Ranke-Heinemann - jetzt reicht's langsam mal

 

Und so wird unsere politische Diskussion um die Gentechnik durch pseudoreligiöse Ideologien der Päpste behindert.

 

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Frau Ranke-Heinemann: Aus einer rein logischen Erwägung heraus ist zwischen einem Menchen kurz vor der Geburt und kurz nach der Geburt kein wesentlicher Unterschied vorhanden. Das Kind atmet - was es kurz vorher noch nicht getan hat. Man kann aber nun das Atmen nicht als ein Kriterium des Mensch-Seins ansehen. Schließlich kann man ja auch nicht sagen, dass das Mensch-Sein erst mit dem Spracherwerb beginnt. Solche Ansichten wären gar extrem dramatisch, denn praktisch nur ein Geisteskranker würde es billigen, dass man Kinder töten darf, weil sie noch nicht sprechen können. Führt man diesen Gedankengang in einem endlichen Regress weiter, dann stellt man fest, dass es nirgends ein handfestes Kriterium gibt wo man sagen kann "Hier noch kein Mensch - da aber schon ein Mensch". Der einzige wirkliche biologische Anhaltspunkt für eine "Hier noch kein Mensch"-Aussage sind Samen und Eizelle vor der Befruchtung. Nach der Befruchtung entwickelt sich der Mensch als Mensch biologisch so lange weiter bis er eines Tages mit Sicherheit sterben wird, wie wir an allen Menschen  beobachten können, solange wir selbst leben.

Jetzt könnt ich - als ungebildeter Laie - annehmen, dass sich Theolgoen und Professoren z.B. mit der Frage auseinandersetzen könnten, warum die Natur uns mit einer derartig hochwertigen Ethik ausgestattet hat, die es  uns unter emotional kaum zu ertragendem Stress verbietet kleine Kinder zu töten - während wir andererseits nicht vernünftig genug zu sein scheinen dieses in uns bereits vorgefertigte Konzept aus der Urzeit -  ich könnt vielleicht auch sagen die feste inere Teilhabe  an der Weisheit Gottes die sich im Leben selbst verkörperlicht - auf eine neue Situation des Menschen zu übertragen.

Irre ich mich,  dann wäre alles ganz okay und jeder könnte so weiterrumpumpeln bis uns endlich all der Große Gulli verschluckt hätte und wir wären all keine Irren (außer mir, mir macht das aber nicht viel aus)  - jedoch ich fürchte mich nicht Ihnen gegenüber zu behaupten, dass wir Menschen alle miteinander irre sind. Nicht nur gewaltige Irre - sondern oft auch ganz gewalttätige Irre. Meine Autorität mit der ich sowas behaupte? Nun - meine Frau evangelisch - könnte sein, dass das etwas auf mich abgefärbt hat - obwohl ich andererseits selbst einer dieser ganz hartgesottenen Katholiken bin, die sich nicht weigern Weihnachten in die Kirche zu gehen um dabei nicht in ein leere Krippe zu blicken. Da sei mal der heilige Franziscus vor, der unsere Welt wirklich erneut befruchtet und verändert hat.

Aber mal ehrlich: Warum ist der Mensch denn eigentlich nicht zum Gebrauch seiner Vernunft von Natur aus in ausreichendem Maße befähigt? Warum schafft es der Mensch nicht anzuerkennen, dass alle Menschen  Kinder Gottes sind und innerhalb und außerhalb des Mutterleibes geschützt werden müssen? Warum bitte fallen sie ausgrechnet den Menschen in den Rücken, die für jedes Recht auf Leben kämpfen? Gibt es denn wirklich irgendeinen falschen Grund um für alles dieseitige und/oder jenseitige Leben da zu sein? http://youtu.be/jyPMDD8fGeA

Ranke-Heinemann, jetzt reichts langsam

Sehr geehrter Kritiker, ich möchte darauf hinweisen, dass ich eine entschiedene Gegnerin der Abtreibung bin. Dass ich die Schwester meines geliebten verstorbenen Mannes, Trudchen, in meinem Haus bis zum Schluß versorgt und gepflegt habe, während eine Kinderärztin mich beschimpfte: "Wie können Sie Ihre kleinen Kinder mit einem mongoliden Mädchen (Trudchen war ca. 20 Jahre alt) spielen lassen", eine Ärztin, die ich NIE wieder aufsuchte. Meine Söhne, jetzt um die 50, sagten gestern: "Wir haben gern mit Trudchen gespielt." Gerade zu Mongoliden habe ich ein warmes und liebendes Verhältnis. Als ich 1949 ein Jahr in Oxford studierte, habe ich während der Trimesterferien in Islington einen Kindergarten mit mongoliden Kinderchen betreut, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, und auch später habe ich viele Mongolide ins Herz geschlossen. Beachten Sie bitte weiter, dass die Enzyklika Humanae Vitae (Pillenenzyklika) schreibt, dass "Abtreibung und Verhütung (Kondome) in gleichem Maße zu verdammen" sind (Kapitel 14). Wenn jetzt der Papst Kondome den "männlichen Prostituierten" gestattet zur "Moralisierung", wieso werden Kondome einem bluterkranken Ehemann, der durch Bluttransfusion aidskrank wurde (12ooo allein in Deutschland damals), wieso werden Kondome einem Ehemann verboten? Wieso soll er - ohne Kondom - zum Mörder seiner Frau werden? Ich verlange vom Papst Schadenersatz für die verzweifelte Afrikanerin, die ich in BBC World sah. Prostituierte werden moralisiert mit Hilfe von Kondomen, Ehemännern hingegen werden brutalisiert und zu Mördern ihrer Frauen gemacht durch Verbot von Kondomen, falls sie es nicht schaffen, ihr GANZES LEBEN (auch nach dem Klimakterium ihrer Frauen) auf Eheverkehr zu verzichten. Carlo Caffarra, Leiter des "Instituts Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie" verkündete im Februar 1990: "Die Wahrung spiritueller Güter, wie des Sakraments der Ehe, ist dem Gut des Lebens vorzuziehn." Das bedeutet: Ehefrauen, die kein Kondom benutzen und sich mit Aids von ihren Ehemännern anstecken lassen, das sind "die Martyrerinnen unseres Jahrtausends." Caffarra wurde 2006 von Papst Benedikt zum Kardinal ernannt. Ich verstehe den Papst nicht mehr, der Papst versteht uns, sofern wir keine Prostituierte sind, nicht mehr.

jetzt reich's langsam

Sehr geehrte Prof. Ute Ranke-Heinemann,

wenn Sie tatsächlich gegen Abtreibung sind, denn bekennen Sie Farbe. Wenn Sie Abtreibungsgegnerin sind, würden Sie nicht, durch Ihre Veröffentlichungen und Interviews millionen von Frauen dazu verleiten ihre ungeborenen Kinder abzutreiben.
Sie würden sich selber nicht vorstellen,abzutreiben, aber Sie sagen Frauen, dass es moralisch unbedenklich sei. Bravo!

Ach ja und noch was ganz

Ach ja und noch was ganz kurz, Frau Ranke-Heinemann: Selbstverständlich soll kein Mann zum Mörder seiner Frau werden. Auch nicht zu einem Prostituiertenmörder. Er soll auch dann nicht zu einem Mörder werden, wenn seine Frau heimlich oder unheimlich eine Prostituierte ist. In jedem Falle hat ein jeder Katholik erst mal die Erlaubnis seines Priesters einzuholen, wenn er irgendwen abmurksen will - sonst ist das sicherlich als ganz und gar unchristlich zu werten. Im anderen Falle ist es das zwar auch so - aber was soll's? Ein Versuch ist es allemal wert.

http://youtu.be/uFVLoLnelww

Frau Ranke-Heinemann: Sie

Frau Ranke-Heinemann: Sie schreiben:

 Ich verlange vom Papst Schadenersatz für die verzweifelte Afrikanerin, die ich in BBC World sah:

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Über den Wert und Unwert von Kondomen - bzw über die Möglichkeiten Männer davon zu überzeugen Kondome überhaupt zu nutzen - inlusive der ungeheueren progandistischen Blödheit deutscher Ansichten darüber - will ich mich jetzt nicht auslassen. Ich denke, wenn alle "Sicherer Sex mit Kondomen"- Propagandisten zur Kasse gebeten würden, dann wäre ganz Deutschland schon lange bankrott - oder ist es das vielleicht sogar schon?

Unbeschadet des Witzes worin ein afrikanischer Priester die Rückantwort erhält "Aber nein - ich und meine drei Frauen sind alle sehr gute Katholiken" wissen sie doch selbst sehr genau, dass die Frau die so gesprochen hat aller Vorausicht nach unmöglich eine Katholikin gewesen sein kann. Wenn Katholikinnen in Afrika wirklich so sein sollten, dann scheue ich mich nicht ein ganze Wagenladung schlagkräftiger Nudelhölzer aus relativ weichem Holz segnen  zu lassen und nach Afrika zu verschiffen, damit die Frauen dort ihren Mänern diese daselbst über die Rübe ziehen können, wenn diese Volldeppen meinen sollten, sie könnten das sexuelle Selbstbestimnmungsrecht ihrer Frauen missachten und diese vergewaltigen und mit Aids infizieren.

Nun mal ehrlich Frau Ranke-Heinmann: Welcher Religion bzw Kirche gehörte die Frau wirklich an? Warum bringen sie diese total falsche Beispiel, das sehr nach irgendwelchem extremen Sektierertum oder bezahlter antischristlicher Propaganda riecht? Wann haben sie jemals einen Priester der katholischen Kirche gehört der irgendjemanden mit Höllenqualen gedroht hat - na ja: zumindest nicht mit Höllenqualen, die nicht durch einen Nickel in einen Kasten springend gelindert werden könnten? :-)

Gehn sie vielleicht einfach mal los - zünden sie in einer Kirche ein Kerze an - und unterhalten sie sich ein wenig mit Maria und  ihrem Sohn. Ganz unkritisch. Geht auch so. Erzählen sie dem Lieben Gott vielleicht einfach mal einen Witz und hören sie ihm beim Lachen zu - dann werden sie vielleicht merken: Die katholische Kirche hat weder Aids erfunden noch verbreitet sie Aids sondern macht sich - unter anderem - Gedanken um eine vernünftige Lebensführung.

http://youtu.be/F0eaQQpaDCo

Was macht einen Menschen zum Menschen?

@zaangalewa

meines Erachtens haben wir verkopften Menschen das Gespür fürs wirkliche Menschsein fast verloren. Wir versuchen, mit bestimmten Eigenschaftszuschreibungen das Menschsein zu begründen und begehen doch damit den grundlegenden Fehler: Ein Mensch muss immer unabhängig von seinen Eigenschaften und Begabungen als solcher anerkannt werden. Er hat Würde.

Und auch der unbegabteste und hässlichste Mensch hätte den gleichen Wert wie jeder andere.

Sie beschreiben sehr anschaulich, welch ein Glück es ist, dass "die Natur, Gottes Schöpfung" in uns geborenen Menschen eine relative Tötungshemmung verankert hat: Das Kindchenschema eines Kindes (große Augen...)lösen den Fürsorgereflex aus, direkter Augenkontakt führt meist zu einer Tötungshemmung (auch oft in kriegerischen Auseinandersetzungen). Welch eine weise Einrichtung der Natur, dass dies alles in uns spontan abläuft und wir also nicht ständig, wenn wir jemanden treffen, im Geiste bewusst reflektieren müssen: "Das ist ein Mensch wie Du, Du darfst ihm nichts zuleide tun."

Wo zeigt sich die wahre Menschlichkeit, die Christlichkeit? Darin, dass wir diejenigen lieben, die uns nicht lieben können, die entstellt sind, die unbegabt sind, die uns evtl. "nerven". Das wo es schwer fällt, zeigt sich die wahre Christlichkeit.

Und darum geht es auch beim ungeborenen Menschen, ja auch beim kleinsten Menschen, dem Embryo: Er hat den vollständigen individuellen Chromosomensatz des Erwachsenen, er benötigt nur Nährstoffe und Schutz um sich zu entwickeln. Er verfügt schon über eine eigene Steuerung (anfangs biochemisch, später übernimmt das Gehirn die Steuerung). D. h. er ist mitnichten ein Teil der Mutter, sondern ein besonders schutzbedürftiges Individuum.

Auch wenn wir verkopften Menschen gelernt haben die Dinge gering zu achten, die besonders klein sind (wie der Embryo), auch wenn die Natur in uns nicht eine spezielle Tötungshemmung gegenüber dem Embryo zugrundegelegt hat (dies war auch bis kürzlich gar nicht nötig, da der Embryo im Verborgenen und realtiv gut geschützten Umfeld, im Uterus aufwuchs). Erst nachdem die Entwicklung der künstlichen Befruchtung den schutzlosen Embryo auf die Labortische zerrte wurde doch dieser Mangel deutlich!

Aber ist es nicht verrückt: wir benutzen unseren Verstand, um die künstliche Befruchtung zu erfinden. Aber wir sperren uns dagegen, unseren Verstand in gleicher Sache zu befragen: Muss ich meine mangelhafte "spontane Töungshemmung" gegenüber dem Embryo nicht durch eine bewusste Reflexion "Das ist ein Mensch, es kann gar nichts anderes sein", ausgleichen? Diese überlegung vermeiden aber viele, da sie die neue Freiheit der künstlichen Befruchtung infrage stellen würde.

Zur info: bei der künstlichen Befruchtung müssen ca. 20 Embryonen künstlich gezeugt werden, damit ein kind geboren werden kann, d.h. der "Ausschuss" ist viel höher als bei natürlicher zeugung.

Nein die künstliche Befruchtung ist ethisch nicht vertretbar, aufgrund des hohen Riskos für den Embryo zu sterben. Und erst recht ist dann auch die PID nicht vertretbar, da sie immer mit einer künstlichen Befruchtung kombiniert ist und da hier Menschen aussortiert werden.

Wenn wir nicht diese unsere Grundlagen im Umgang mit dem Menschen an sich reflektieren, werden wir dahin kommen, dass eine Gruppe von Menschen beliebige Kriterien festlegt, anhand derer über die Zugehörigkeit zum Menschsein entschieden wird. Gnade uns Gott, je nachdem wer die Deutungshoheit hat. Die Idee der univerellen Menschenrecht wäre dann Vergangenheit.

Ranke-Heinemann und der Papst

Dachte nicht, dass auf einer evanglischen Seite, die sich vermutlich als "christlich" wähnt, so ein Bild in solch einem Zusammenhang gezeigt wird! Die Zeiten der Boshaftigkeiten sind offensichtlich für einige Hardliner noch nicht vorbei, jedenfalls ziemlich gehässig!

Nun zum Inhalt von Ranke-Heinemann:

Die AIDS-Infizierte, ja, das ist wahrlich erschütternd!
ABER dies dem Papst zu unterschieben und dabei nicht zu erwähnen, dass die katholische Ehe-und Sexuallehre ZUVOR lehrt, dass es Sex NUR in der Ehe gibt und nicht ausserhalb, das Kondomverbot ein Teil dieser Lehre ist und auch nur in diesem Zusammenhang verständlich wird, das ist nicht gerade sehr redlich.

Geradezu absurd wird es aber, wenn man meint jene Leute, die sich ZUVOR NICHT an dieser Grundsatzlehre der Kirche orientieren, würden nun hinsichtlich eines Teils dieser Lehre, nämlich dem Kondomverbot, sich plötzlich an dessen Lehre halten??? Geht es noch absurder? Wem A egal ist, dem ist auch b egal und er handelt weiter so, wie er will!

Würde man dies aber weiter nachdenken, dann hieße dies nämlich, dass es überhaupt keinen Nachwuchs mehr gibt, denn man wüsste nie, ob der Partner nicht doch mit einer anderen Geschlechtsverkehr hatte, man müsste also immer das Kondom nehmen!

Daher kann -nicht nur in einer so AIDS-überladenen Region- die grundsätzlich Antwort NICHT der Gebrauch des Kondoms sein, sondern nur die eheliche Treue daraus herausführen, solange es kein Heilmittel dafür gibt und dies ist auch die Antwort der Kirche!

Wenn nun der Papst aber sagt, dass das Kondom in solchen Situation, wo die Leute sich NICHT an der Kirchenlehre orientieren, dann sollten sie lieber Kondom nehmen als damit auch noch andere anzustecken, dann ist dies NICHT und kann auch KEINE kirchliche Lehre sein, ABER ein vernünftiger RAT, weil moralischere Haltung.

Ob die Leute sich aber nun deswegen danach richten, ist abzuwarten und wenn sie trotzdem so weiter machen, dann zeigt dies ein zweites Mal, dass andere Gründe für ihre ungeschütze Sexualpraxis gelten, als das päpstliche Kondomverbot.

2. Was das Eheverbot betrifft sollte Ranke-Heinmann wissen, dass das Ehe-Sakrament sich Frau und Mann ohnehin selbst spenden und die Kirche NUR ihren Segen dazu gibt. Wenn die Kirche diesen Segen verweigert, dann deshalb weil normalerweise eine Ehe auch das Recht des Ehepartners auf Beischlaffähigkeit des Partners beinhaltet und dies hier nicht gegeben ist. D.h. eine Ehepartner könnte deswegen auch nach Eheschließung die Scheidung beantragen, daher verweigert die Kirche ihren Segen.

Ja, das mag sozusagen eine juristische Lücke sein, die man schließen könnte in dem man Ehepartner, die ZUVOR schon wissen, dass diese Beischlaffähigkeit nicht gegeben ist und man sich trotzdem einverstanden erklärt die Ehe einzugehen, dann den kirchlichen Segen dazu erteilt und sie ins Trauungsbuch einträgt.

Aber wie gesagt, das Ehesakrament spenden sich die Ehepartner gegenseitig und nicht die Kirche und daher können die beiden trotzdem eine Ehe eingehen, wenngleich es besser wäre dies wie oben beschrieben zu ändern.

3. Was die PID Diskussion angeht, dann kann man natürlich historisch argumentieren und greift dazu am besten auf Thomas von Aquin zurück, der dies ja schon weit früher (Zeitpunkt der Beseelung erst nach 3Monaten annahm). In Zeiten, wo man aber weiß, wann Ei- und Samenzellen verschmelzen, bedarf es aber nicht dieses geschichtlichen Rückgriffs, sondern sollte grundsätzlich darauf eingehen, dass die rkKirche mit der Abtreibung als Ganzes nicht einverstanden ist und wirklich nur aus ENG umschriebenen medizinischen Gründen ein Embryo getötet werden darf und nicht wie jetzt frei nach dem Motto, mein Bauch gehört mir (das ja de facto ein Argument bis zum 9.Monat bzw. der Geburt impliziert), sondern alles getan werden muss, was das Leben eines anderen menschlichen Wesens fördert und am Leben erhält und daher NEIN zu Abtreibung und NEIN zu PID.

Wie sagte erst kürzlich Susan Boyle, die durch TV bekannte Sängerin aus UK?
Sie wäre abgetrieben worden, wenn ihre Mutter auf den Rat der Ärzte gehört hätte, sie hat es zu ihrem Glück nicht getan! So kann ärztlicher Rat aussehen und so können Menschen aber dann in Wirklichkeit sein, wie Susan Boyle, vielleicht denkt Ranke-Heinmann auch über diese Sonderfälle nach, wenn sie schon so ein Faible dafür hat, aus Einzelfällen Pauschalkritik treiben zu müssen.

Ist Afrika christlich oder gar katholisch?

Ich glaube, dass es nur die westl. Medien sind, die dem Papst/Kirche die Schuld für AIDS in Afrika geben.
Um jem. die Schuld zu geben (wo bleibt die eig. Verantwortung?), muss man zuvor auf ihn gehört haben. Es müssten also sehr fromme Katholiken in Afrika sein, die auf das Kondomverbot hören und sich deshalb anstecken.
Fehler Nr. 1: die kathol. Lehre sagt nicht nur, dass man Kondome nicht nehmen darf, sondern ja auch noch anderes (vorehelicher Sex nein, usw.). Also man kann sich nicht nur ein Verbot herauspicken.

Fehler Nr. 2: die Länder Afrikas mit den höchsten AIDS-Raten müssten nach dieser These sehr katholisch sein. Sind sie aber nicht: wer WHO-Statistiken mit Konfessions-Statistiken vergleicht, sieht, dass Republik Südafrika oder Kenia protestantisch sind, sofern christlich. Und Protestanten (Anglikaner, Niederlaend. Reformierte) hoeren ja nicht auf den Papst. Also ist der auch hinterher nicht schuld, kapiert?

Auch nach kathol. Lehre ist man verpflichtet, Schaden vom anderen abzuwenden. Der Kranke muss seinen Sexpartner schuetzen. Im uebrigen haben die Laender Afrikas mit hohem Anteil von Katholiken wenig AIDS. Schon mal drueber nachgedacht?

Nun

Ich weiß nicht, ob Sie es selbst sind Frau Ranke-Heinemann. Zumindest bin ich nicht "kühler Denker", den Sie zu Recht in der Sache kritisieren, aber inhaltlich verfehlt agieren.

Die drei von Ihnen erwähnten Herren präferieren in solch einem Fall die Enthaltsamkeit. Das muss man nicht stützen-als Protestant tue ich das auch nicht-aber eben gerade NICHT vorwerfen, sie würden der Verbreitung der Seuche Tür und Tor öffnen. So ist diese Meldung: http://www.tagesschau.de/ausland/papstkondome102.html dass Papst B 16 die Anwendung der Kondome teilweise erlaubt und dies ganz hervorragend theologisch begründet-nochmal: darüber zu streiten, sogar Gegenposition zu beziehen zur päpstlichen Position, ist mir leichtes als Protestant-allenfalls bei deutschen Katholiken, die sich in ihrer ach so freien Antihaltung gefallen, als Überraschung gewertet worden. Meine polnischen Freunde sehen es als jetzige Umsetzung eines lange bekannten theologischen Diskussionsprozesses.

Als deutscher, thüringischer, Protestant möchte ich festhalten: Ich respektiere B16 als Intellektuellen schon lange, als Papst noch viel mehr. Er ist für uns Protestanten darüber hinaus genau die Herausforderung, die wir benötigten unsere Theologie wieder gezielter und intellektueller am Wort Gottes auszurichten-eine Fähigkeit die wir zu verlieren gedachten. Dafür ist ihm denn auch eher zu danken als mit negativer Kritik zu belegen.

BTW: ich freue mich über alle Maßen für meine katholischen Freunde, die uns hier im Eichsfeld seit Jahren ihre Kirche, inklusive abgehängtem Schmuck !!!, weil wir ihn nicht wollen, kostenlos !!! für unseren Gottesdienst zur Verfügung stellen, immer für die Ökumene zu haben sind, dass der Papst sein Kommen nach Thüringen ankündigte. Da gibt es für mich erstmal nichts herumzumäkeln. Diese Menschen freuen sich ehrlich und wahrhaftig auf ihn, ohne sich dem kritischen Dialog mit unserer Gemeinde beim "kritischen ökumenischen Kirchenkaffee" (Der heißt wirklich so.) zu verschließen. Also bitte: etwas weniger schwarz weiß!

Auf Ihren Brief möchte ich nicht weiter eingehen, Sie schreiben Ihre Meinung herunter, ohne theologischen Tiefgang, den gerade Sie ja unbedingt in der Lage sind, zu zeigen-da gibt es keinen Zweifel-weshalb ich davon ausgehe, Sie verkürzten, um der Diskussion Pfeffer zu verleihen und aufgrund der vorgegebenen Wortwahl. An einer polemischen, weil: verkürzten, pfeffrigen Diskussion möchte ich aber nicht teilnehmen. Dennoch eines:

Und so wird unsere politische Diskussion, um die Gentechnik durch pseudoreligiöse Ideologien der Päpste behindert.

Spätestens nach Lesen dieser 2 Zeilen verliert man schnell die Motivation zur Diskussion. Zum einen den Papst als pseudoreligösen Ideologen zu bezeichnen, ist nicht nur schlichtweg falsch, nein, es ist einem ökumenischen, ja theologischem, Dialog unzuträglich- Kritisieren Sie also bitte weiter, das bringt voran, aber wenn Sie sich dabei in Alt 68er Rhetorik verfangen, begeben Sie sich in die Gefahr sich und Ihre an sich lesenswerten Anmerkungen lächerlich, und in der Tat ist das das passende Wort, zu machen, nicht zuletzt weil zum anderen: die Gendebatte ganz erheblich mit gleichem Duktus von einer atheistischen, links-alternativen und wissenschaftlichen Bewegung mit gleichen, zumindest ähnlichen Motiven geführt wird. Ein Beispiel: So dürfte Cem Özdemir, DIE GRÜNEN, einer Affinität zum Papst, allerdings auch zur Wissenschaft, unverdächtig sein, lehnt aber die Gentechnik und -forschung in der derzeitigen Aufstellung ab, und zwar mit der gleichen Begründung: aus Achtung vor der Schöpfung, wie er nicht müde werdend betont.

Also bitte Frau Prof.-Dr. Heinemann, von einer habilitierten Theologin darf ich doch bitte etwas mehr Differenzierung und Nähe an der Empirie erwarten und ich möchte es erwarten dürfen, auch bei begrenztem Platz.

Genauso toll wie die EX EKD oder Mixa

Selten so was seltsames gelesen.

Oder besser Sogar Taize ist da bschämt darüber.

Ein Witz hoch drei.

Viva il Papa Benedettos

Verehrte Kritikerin, beachten

Verehrte Kritikerin, beachten Sie bitte, daß ich nicht wie Sie am 21. November 2010 - 15:35 meinen Protest schrieb, sondern einige Tage zuvor - offenbar hat seit ein paar Tagen der Papst seine Meinung geändert. Ich warte noch ab, ob er nur für Prostituierte oder für alle Eheleute auch nach dem Klimakterium der Ehefrau sein Kondomverbot endlich vernichtet und seine voyeurhafte Eheschlafzimmerpolizei zurückzieht und die Kompetenz der Eheleute nicht maßregelt. Jedenfalls können Sie mir keine Vorwürfe machen, wenn der Papst einiges von dem, was ich seit Jahrzehnten fordere, seit gestern ändert. Vielleicht ist im Gegenteil mein jahrzehntelanger Protest auch im Spiel? Und beachten Sie bitte, daß ich Ratzinger über 50 Jahre für einen bedeutenden Theologen hielt, ihm seit unserer gemeinsamen Studienzeit in München 1953 und 1954 sozusagen treu war, dann seit 2005 von ihm völlig enttäuscht wurde, jetzt vielleicht....??? Ich warte ab.

Im Fernsehen und Rundfunk hörte ich bis vor zwei Tagen, bis Samstag 20. November 2010, auf den katholischen Sendern bezüglich der Kondome immer nur dies: Kondome hätten Löcher und seien deshalb kein Schutz gegen Aids. EWTN, der größte katholische Sender (Eternal Word Television Network) z.B. sendete einen wissenschaftlich-medizinischen Kursus mehrere Monate zu den Löchern in den Kondomen im vorigen Jahr. Am 18. Oktober 2003 sah ich in einer BBC-World-Fernsehsendung, wie der Reporter mehrere schwarze Kardinäle und Erzbischöfe und Kardinal Lopez Trujillo, den Sprecher Johannes Paul II. in Ehe- und Familienfragen, bezüglich der Löcher in den Kondomen befragte. Alle versicherten: "Ja, Kondome haben Löcher. Das ist erwiesen".

In der gleichen BBC-World Sendung sah man ein großes Feuer in Afrika, in dem Millionen Kondome (von Anti-Aids-Gruppen bezahlt) in Gegenwart eines schwarzen Erzbischofs verbrannt wurden. Anschließend besuchte der BBC-Reporter einen aidskranken schwarzen Ehemann in seiner armseligen Hütte. Auf die Frage, wie er seinen Eheverkehr aufrechterhält, ob er Kondome benutzt, sagte der junge Mann mit seinen fiebrigen Augen in klagendem Ton: "Kondome haben doch Löcher!" Man hatte den Eindruck, dass er glaubte, der Vatikan arbeite an der Erfindung von löcherfreien Kondomen, die er aber leider nicht mehr erleben würde. Seine junge Ehefrau saß neben ihm und sagte kein einziges Wort.
Seit letztem Samstag nun empfiehlt der Papst "männlichen Prostituierten" Kondome. Meine Frage an den Papst: seit wann haben Kondome keine Löcher mehr? Oder empfiehlt er sie den männlichen Prostituierten trotz der Löcher? Wegen der Löcher? Ich bin vollkommen ratlos, was wem und weshalb empfohlen wird von Papst Benedikt.

Antwort

Sehr geehrte Frau Ranke-Heinemann,

zunächst muss ich klar stellen, den Papst nicht persönlich zu kennen. Auch das Tätigen der Aussagen, dass Kondome Löcher hätten, war mir neu. Von polnischen Freunden kenne ich die Aussage, dass im dortigen Sexualkundeunterricht darauf hingewiesen wird, dass Kondome auch bei sachgerechter Anwendung, ein Restrisiko schwanger zu werden, in sich bergen. Ich denke der Fakt selbst ist ununmstritten. Umstrittener ist, dass empfohlen wird auf natürliche Weise zu verhüten. Ja, richtig gelesen: zu verhüten. Das auch die Nutzung der Pille, hier dann in der Tat "schlechtgerechnet", nicht "empfohlen" wird, führt in guter Regelmäßigkeit zu Dramen, welches nicht einmal die Kommunisten in Polen lösen konnten und niemand wird lösen können ohne Hilfe der Kirchen in Polen.

Der Terminus Verhütung und der moral-ethische Ausfluss daraus, nur soviel Kinder zu bekommen, wie man mit eigener Liebe bedenken kann, ist etwas sehr bekanntes in der alles andere als sexuell liberalen polnischen katholischen Kirche. Ich bestreite Ihre Anmerkungen aus der Empirie mit keiner Silbe und verurteile derlei Unsinn genauso wie Sie. Nur, und das ist denn auch mein Anliegen, lässt sich die RKK und mit ihr ihre Sexuallehre nicht darauf reduzieren.

Natürlich ist die "Regelung" nur Kinder zu bekommen bei Ehe, gemeinhin also "geordneten Lebensverhältnissen", ein Anachronismus aus längst vergangener Zeit. Nur hat es durchaus Sinn: erst die Vorraussetzungen zum Kindeswohl schaffen, dann Kinder bekommen-und keinen anderen Sinn hat dieses alttestamentarische Dogma, welches sich in vielen Religionen findet. Natürlich sind wir uns einig darin, dass immer da, wo Religionen in das gesellschaftliche Leben Andersgläubiger, ANdersdenkender und ANdersliebender eingreift, ein kritischer, ja unbedingt kritisierbarer, Punkt erreicht ist. Vielmehr ist das auch abzulehnen.

Und doch: beschränken wir uns auf das negative der RKK, dann greifen wir zu kurz. Ich erinnere Sie an die Äußerungen des Kardinals Ratzinger als Vorsitzender der Glaubenskongregation zur Homosexualität. Natürlich beschneidet er darin auch Rechte, und glauben Sie mir als Lebensgefährtin einer katholischen Lesbe bitte, dass ich das sehr genau weiß, aber er sagt auch etwas sehr wichtiges: Homosexuellen ist mit Respekt gegenüber zu treten. Ferner gibt es keinen Zweifel daran, dass er Homosexuelle als gleichwertiges Leben und frank und frei als Gottes Schöpfung betrachtet. Wenngleich er Homosexuelität als genetischen Defekt betrachtet, reiht er sich damit in eine Reihe namhafter Wissenschaftler ein-die Negierung kommt ausschließlich aus der evangelikalen und somit wissenschaftsfeindlichen Ecke. Das wird ungern aufgegriffen und doch wäre es wichtig das, zugegeben noch zu wenig, Positive einmal herauszustellen. Es wäre den Homosexuellen in Polen z.B. sehr geholfen,, wenn die gazeta wyborza einmal genau diesen Passus zitierte. Und sprechen Sie ruhig die polnischen Bischöfe mit diesen Zitierungen an, Sie werden feststellen: die Worte sind bekannt, nur fehlt der gesellschaftliche Druck, sie offensiv anzuwenden. Aber DAS dem Papst vorzuwerfen, kann ich nicht. Oder anders: Die Vorraussetzungen sind (oftmals, und hier: unbedingt) da, die Umsetzung ist`s, übrigens auch in sehr weiten Teilen der EKD, der Muslime, Buddhisten, Hindus, usw., usw..

So wenig wie Sie verstand und verstehe ich nicht den strengen Maßstab, den B 16 an "linke" Kleriker anlegt (zu sehen in Südamerika) während er konservativen Kräften fast alles durchgehen lässt. Ob das wirklich etwas mit seinen Erfahrungen im Zuge der 1968er Bewegung zu tun hat, wie in Deutschland gern und häufig kolportiert, weiß ich nicht-wäre Ihnen aber um eine Antwort sehr verbunden-nichts desto trotz ein neuerliches Konzil Not zu tun scheint.

Sie schrieben, dass der Papst offensichtlich seine Meinung in den letzten beiden Tagen geändert hätte. Das kann und darf ich nicht gelten lassen, verehrte Frau Ranke-Heinemann, ist der Diskussionsprozess auch auf höchster Ebene längst im Gange gewesen und seine nun veröffentlichte Entscheidung als seine Meinung oft kolportiert worden. Zur "Meinung": als Bischof Müller die Reformierten aus "seinen" Kirchen schmeißen wollte, wo Zollitzsch in seinem Erzbistum sogar Handreichungen für ökumenische Ehen verteilen lässt, ist natürlich medial gern aufgegriffen worden-nicht aber, dass wie geschrieben im wohl noch konservativeren Eichsfeld das keinen, aber wirklich niemanden, interessierte, und in Oberbayern die Hausfrauen dem Bischof klar machten wo seine Grenzen sind. Was ist jetzt "Meinung" des Papstes dazu? Klar machte er Müller zum Bischof, akzeptierte Zollitzsch als Vorsitzenden der DBK überging ihn aber jetzt bei der Kardinalsernennung, machte aber Marx zu seinem Erzbischof und Kardinal-und was Hänschen (hier Müller) will, hat in Bayern noch nie jemanden interessiert und Hans (hier Marx) ist der Erzbischof von München und Freising, also der "Dienstposten", der die Möglichkeit schuf, dass bayerische Christen Kirchen auch gemeinsam nutzen durften und einer dieser "Dienstposteninhaber" ist uns a)wohlbekannt und b)hatte maßgeblichen Anteil an der Umsetzung.

Noch ein Beispiel aus Papst-Willen und Papst-Willensumsetzung: Waren Sie schon einmal in einer belgischen Messe? Gehen Sie bitte einmal hin: Beim Evangelium wird gesessen, die Predigt würde dem kühlen Intellektuellen Ratzinger komatöse Zustände bereiten, niemand kniet auch nur eine Sekunde lang-der Papst würde schnurstracks in einen protestantischen Gottesdienst ausbrechen und seine "Feierlichkeit" genießen!

Ich schreibe Ihnen das, weil immer noch das Christuswort gelten muss: Die Kirche sind wir, oder betreffend der RKK: die katholische Gemeinschaft der Gläubigen. Sich allein hinter dem Papst zu verstecken, bei aller Berechtigung und Notwendigkeit ihn zu kritisieren und Aussagen "seines Bereiches" ungefiltert immer auf ihn zu projezieren, ist demnach nicht ausreichend.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich schätze Ihre kritische Haltung sehr. Auch Ihrer Replik, und mit ihr der Blick in die Empirie, auf meinen Kommentar kann ich nur Respekt zollen. Auch möchte ich den Papst nicht die Absolution erteilen. Nur meine ich, dass wir das Positive an diesem Mann auch positiv beurteilen sollten-eine Demontage hilft niemanden.

Nun kommt er ja nach Deutschland. Das "Programm" wird staatsoffiziell vom Bundespräsidialamt zusammengestellt, kirchenintern von der RKK in Deutschland. Ich sage es in aller Deutlichkeit: wird dem Papst bei diesem Programm eine Diskussion mit kritischen Kreisen, mit homosexuellen Kreisen, usw. vorenthalten, ist das vertane Chane, ist das aber wohl kaum ihm anzulasten-so fair müssen wir bleiben, oder?

Wieso ratlos?

Die männliche Homosexualität ist vom Vatikan und von Benedikt XVI persönlich oft genug als Todsünde gebrandmarkt worden. Wieso glaubt er jetzt, glaubt überhaupt irgend jemand, den jene, die sich dem Wort Gottes so entschieden widersetzen, eine päpstliche Genehmigung in der Kondomfrage abwarten? Das ist doch in höchstem Maße weltfremd, die Betroffenen haben doch in der katholischen Interpretation des Christentums keine Erlösung zu erwarten, ob gesund mit Kondom oder krank durch Aids. Die Beschäftigung des Papstes mit dieser Thematik halte ich für ebenso überflüssig, als würde er sich gegen oder für den Oralverkehr aussprechen. Er hat vermutlich in diesen Angelegenheiten keine guten Berater, den lieben Gott eingeschlossen. Daß er sich da nur Sorgen um seine Priester und Bischöfe macht, will ich ihm nicht böswillig unterstellen, aber es sieht beinahe so aus, und andere, die weniger Beißhemmungen haben, werden das gewiß so sehen und diesen Vorwurf nicht scheuen.

Selten habe ich einen so

Selten habe ich einen so hetzerischen Brief gelesen, der es unwürdig ist auf einer christlichen Plattform veröffentlicht zu werden. Ich bin evangelisch aber ich respektiere die Theologie und Konfession unserer katholischen Schwestern und Brüder. So kann man keinen ökumenischen Dialog führen!!!!!

Es ist auffällig, dass auf evangelisch.de sehr oft Artikel von bzw. über die schon seit Jahren mit den gleichen (oft unbiblischen) Argumenten und Phrasen daherkommenden Ranke-Heinemanns, Küngs und wie sie nicht alle heißen (solche gibt es auch auf evangelischer Seite) veröffentlicht werden und eine Plattformgegeben wird. Diese Personen sind aber eher Spalter und Quängler, die, so hat man das Gefühl, nicht damit fertig werden, dass sie selber Papst oder Päpstin sind.
Wieso auf evangelisch.de nicht mal was von, nun Kardinal :-), Marx, der hat wirklich gute Beiträge, oder mal Bischof Müller aus Regensburg, dann wäre es nicht ganz so einseitig wie gerade, wenn man schon meint die kath. Kirche und den Papst zu kommentieren müssen.........

Der Papst ist nicht das

Der Papst ist nicht das absolute Böse und er hat auch nicht das Blut von tausenden Menschen auf seinen Händen. Wer sich so sehr vor dem Fegefeuer fürchtet, dass er keine Kondome benutzt, der wird sich wohl auch genug fürchten um seine Sexualität verantwortungsvoll zu leben. Übrigens erlaubt der Vatikan die Benutzung von Kondomen innehalb einer Ehe, wenn ein Krankheitsfall vorliegt. Es sind also teilweise sehr lehre Anschuldigungen.

Ich wohne in Afrika, Äthiopien, und ich sehe hier nicht dass junge Leute sich darum scheren würden, Kondome zu benutzen oder nicht. Die sind genau so geil wie junge Leute irgendwo auf der Welt und wenn´s die reitet, dann nehmen sie halt keins. Da spielt die Kirche wirklich gar keine Rolle dabei.

Ich halte auch nicht von allem was, das der Papst tut, aber er ist halt katholisch und ich bin´s nicht. Deshalb bin ich ja evangelisch, weil ich nicht von allem was halte. Ansonsten wäre ich ja katholisch.

Frau Ranke-Heinemann, es ist

Frau Ranke-Heinemann, es ist wirklich schön zu sehen, daß auch Gläubige ihren Verstand benutzen und Positionen, die sie blind glauben sollen, hinterfragen können. Es gibt zu wenige Gläubige, die den Beweis antreten können, daß auch Christen ihren Anteil an der Aufklärung und am Humanismus hatten.

Was heißt hier "Verstand

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